Finnische Sauna – Was ist das und was ist so besonders an ihr?

„Heiß und kalt“, dieser Gegensatz an Sinneseindrücken, gleichzusetzen mit „Anregen“ und „entspannen“ fasziniert seit Tausenden von Jahren viele Völker. Der Begriff, der dafürsteht, heißt nach denen, die es erfunden haben: „finnische Sauna“. Aber der Begriff finnische Sauna ist auch gleichzusetzen mit Lebensqualität, Fitness und Energie. Die uralte Tradition der finnischen Sauna ist heute so modern wie nie. Laut einer Umfrage gehen in Deutschland, ein Drittel aller Bürger stets in eine Sauna.
Widerstandskraft durch Reinigung des Körpers sowie Stärkung des Immunsystems, Wärme für das Wohlergehen in der kalten Jahreszeit und viele andere gesundheitliche Aspekte begeistern immer wieder Saunaneueinsteiger auf der ganzen Welt.

Eine finnische Sauna ist in unserem Sprachgebrauch eine Holzsauna. Also ein Raum meistens aus Fichten- oder Tannenholz. Eine finnische Sauna befindet sich vorwiegend als Raum im Haus oder als Blockhaus im Garten. Die Luft bei einer finnischen Sauna ist extrem trockenen (etwa 10% Luftfeuchtigkeit) und die richtige Temperatur zum Schwitzen beträgt zwischen 80°C und 100°C. Ein Saunagang in der finnischen Sauna dauert normalerweise 10 Minuten und wird zwei bis drei Mal wiederholt. Durch einen Saunagang in der finnischen Sauna erhöht sich die Körpertemperatur auf circa 40° Celsius, das entspricht der Temperatur bei Fieber. Durch die hohe Körpertemperatur werden Schadstoffe im Körper abgebaut.

Der Saunagang hilft beim Reduzieren von Körpergewicht. Ein regelmäßiger Besuch in der finnischen Sauna unterstützt nachhaltig Diäten und sportliche Betätigung. Der Aufenthalt in einer finnischen Sauna ist reine Wellness. Als Stichworte seien hier nur verschiedene Sinneseindrücke durch Düfte und Klänge genannt. Auch unterschiedliche Aufgussvarianten erzeugen purem Genuss bei einem Saunagang. Der Besuch einer finnischen Sauna bedeutet eine vollständige Regeneration des Körpers und sollte deshalb regelmäßig das ganze Jahr angewendet werden.

Abkühlen nach dem Saunagang

Idealerweise befinden sich in Nähe der Sauna direkt die Möglichkeiten zur Abkühlung: eine Dusche, ein Pool oder ein Tauchbecken. Denn hat man seinen 10 bis15minütigen Saunagang erledigt, geht es um die richtige Abkühlung – und genau auf die kommt es an, um den Kreislauf in Schwung zu bringen und die Abwehrkräfte zu stärken.

Einen waghalsigen Sprung in den Pool sollte man nach der Erhitzung des Körpers vermeiden, aber kurz in ein Becken mit eiskaltem Wasser abzutauchen oder sich unter eine kalte Dusche zu stellen, ist durchaus empfehlenswert. Denn dieser extreme Wechsel von Warm zu kalt macht den perfekten Saunagang aus.

Nachdem wir einige Minuten in der Hitze verbracht haben, freut sich unser Körper vor allem auch über Sauerstoff und etwas Bewegung, sonst wird man schnell träge und fühlt sich ermattet. Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft ist daher ideal, um wieder auf Touren zu kommen.

Belüftung der Sauna

Die richtige Belüftung der Sauna ist das A und O. Nur so kann garantiert werden, dass man jahrelang Freude an dem guten Stück haben wird. Um die Bildung von Kondenswasser und damit einhergehend die Schimmelbildung – die Todfeinde einer jeden Sauna – zu vermeiden, muss dringend auf eine ausreichende Belüftung geachtet werden. Am einfachsten und besten ist es, wenn diese über ein automatisches System erfolgt. Entscheidet man sich dafür, seine Sauna selbst zu bauen, gehört eine Lüftung zur Grundausstattung.

Auch mit Kleinigkeiten kann man wesentlichen Einfluss auf die richtige Belüftung nehmen. So sollte man beispielsweise nach jedem Saunagang die Tür für mindestens eine Stunde geöffnet halten. Auch im Anschluss ist es hilfreich, wenn die Tür stets einen Spalt geöffnet bleibt.

Ist die Sauna in einem Wohnraum integriert, sollte man darauf achten, dass auch dieser stets ausreichend belüftet ist. Räume mit Fenstern einer Terrasse eignen sich daher besonders gut für die Platzierung der Sauna.